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Moritz Minder 

Schon im Kindergarten war ich sehr musikbegeistert. Als ich dann kurz vor meinem ersten runden Geburtstag die Rockmusik für mich entdeckte und fast zeitgleich im Werkunterricht bei unserem Primarschullehrer Urs Wittwer eine Ukulele selber bauen durfte, war es um mich geschehen.
Mit 12 Jahren bekam ich meine erste E-Gitarre und genau drei Jahre später, im Jahr 2007 trat ich die Lehre zum Detailhandelsfachmann in einem Gitarrenladen an. Dies schien mir damals die einzige Alternative zu meinem eigentlichen Traumberuf Gitarrenbauer zu sein, für den es bei uns leider keine offizielle Ausbildung gibt.
Mit dem Eintritt in diese Branche transformierte sich die Musik von meinem liebsten Hobby zu meinem Lebensmittelpunkt.
Tagsüber nutzte ich jede Gelegenheit um Service- und Reparaturarbeiten an diversen Instrumenten verrichten zu können.
Nach Feierabend ging es so rasch wie möglich in den Proberaum oder ins Heimstudio, wo ich an meinem Können an Instrumenten und im Bereich Recording/Producing feilte.

Der Wissensdurst im Bereich des Gitarrenbaus und der Tontechnik bewog mich einige Zeit nach der Rekrutenschule zu zwei intensiven Weiterbildungen.

Im Jahr 2015 zog ich für sieben Monate nach Los Angeles, wo ich am Musicians Institute in Hollywood den Kurs «Certificate in Guitar Craft» erfolgreich absolvierte.

2017 – 2019 absolvierte ich ausserdem berufsbegleitend die Ausbildung zum Tontechniker an der SAE Zürich. Im Jahr 2017 wechselte ich von meinem Lehrbetrieb zum Musikhaus Luzern (ehem. Musik Niederberger). Ein tolles Fachgeschäft, bei welchem ich bis zuletzt ein stolzes Mitglied sein, mich weiter entfalten und eine Vielzahl spannender und aufwändiger Aufträge in meine eigene Werkstatt mitnehmen durfte.

Ebenfalls im Jahr 2017 begann ich zudem damit in eigener Sache Dienstleistungen zu verrichten. Damals teilte ich mir mit meinem besten Freund und Uhrenmacher Michael Roth eine Garage als Werkstatt. 


Währen der Abschlussphase der Tontechniker-Ausbildung 2019 hatte ich bereits meine ersten grossen tontechnischen Aufträge von offiziellen Institutionen. Eine von Ihnen konnte meine Rechnung nicht begleichen, da ich noch nicht über eine Mehrwertsteuer-Nummer verfügte. Dies zog nach sich, dass ich mein Geschäft «GTM – Gitarrenservice & Tontechnik M. Minder» noch vor Abschluss der Ausbildung offiziell gegründet und im HR habe eintragen lassen.  

2021 kam dann die Gelegenheit mit einem Schlag mehrere meiner Lebensträume zu erfüllen.
Schon immer wünschte ich mir ein Wohnhaus zu haben in dem ich Gitarrenwerkstatt und Tonstudio integrieren könnte. Ausserdem liebäugelte ich schon seit längerer Zeit mit der malerischen Kleinstadt Kaiserstuhl AG am Rhein, angrenzend zu Deutschland und dem Kanton Zürich.
Die Roland Bornhauser Stiftung erfüllte mir diesen Traum und seitdem fühle ich mich an meinem jetzigen Standort von Tag zu Tag wohler.

Das Jahr 2022 war sehr schwierig für mich. Kurz nachdem ich mein Pensum in Luzern reduziert hatte um mich auf meine Selbständigkeit zu konzentrieren, erkrankte mein Vater an einer seltenen Krankheit und verstarb nur zwei Monate später. Die Tatsache, dass ein so passionierter Hobby-Musiker wie er es war, nur noch wenige Jahre nach der Pension Zeit hatte, seine Leidenschaften richtig auszuleben, haben mich zum Nachdenken gebracht.
Daraus resultierte die Entscheidung, mich beruflich auf die Gitarrenwerkstatt zu konzentrieren, und die Tontechnik bis auf Weiteres nur noch auf ausgewählte Aufträge zu beschränken.

Mit meinen zwei Bands LINOS und OBSYDIANT habe ich stets mehr als genug tontechnische Arbeiten zu verrichten.

Seit Ende 2022 bleibt mir dank dieser Entscheidung jeweils etwas mehr Zeit in der Werkstatt, welche ich in Optimierungen und Selbststudien zu diversen Themen rund um den Gitarrenbau verbringe. Ausserdem habe ich mir eine Lackierkabine für das Lackieren von Gitarren eingerichtet und ein Praktikum beim Autospritzwerk Huber in Fisibach absolviert.

Für die Zukunft plane ich unter anderem eine Linie von eigens gebauten E-Gitarren auf den Markt zu bringen. Dazu fehlen mir jedoch aktuell noch Holz, einige Maschinen und die Zeit.


GUT DING WILL WEILE HABEN.

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